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KalenderBlatt 31. Mai 2020

Das biblische LosungsWort für heute, PFINGST-Sonntag, 31. Mai 2020:

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen
und einen Acker an den andern rücken,
bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!
Jesaja 5,8

Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.
1.Korinther 12,13

Die liturgischen Tücher dieses festlichen Tages sind in leuchtend-dramatischem Rot gehalten. Rot ist die Farbe der Liebe und des Lebens. Heute feiern wir Christ*innen den „Geburtstag“ der Kirche. Weder Weihnachten noch Ostern machen unsere Glaubensgemeinschaft aus; erst durch die Gabe des Heiligen Geistes wird unsere Kirche zu dem, was wir im Glaubensbekenntnis bekennen: „Gemeinschaft der Heiligen“.

Es gibt Situationen unter uns Menschen, da fasse ich mir an den Kopf, schüttele selbigen fassungslos und spreche tief in meinem Herzen: „Oh Herr, schmeiß Geist vom Himmel!“ Es muss ja nicht immer und automatisch der „heilige“ Geist sein; mir reicht es manchmal schon, wenn Zeitgenoss*innen überhaupt ihren Verstand benutzen. Es geht manches Mal so geistlos zu in unserer wohlstandsverliebten Welt …

Geist, Sinne, Verstand, Herz – mit diesen Begriffen versuchen wir zu beschreiben, was in der Lage sein kann, uns Menschen beieinander zu halten. Bei Jesus lernten die Jünger*innen täglich: im Geist Gottes geben wir Raum! Wir räumen Verlorenen, Suchenden, Anderen einen Platz ein. In unserer Gemeinschaft, in unserem Haus, in unserem Herzen. Der Geist Gottes ist dadurch „heilig“, dass er getrennte Lebens-Entwüfe aufeinander zu bewegt. Zerreißen kann jedeR. Heilen ist die Kunst; und Gottes Geist ist ein Heilender Geist!

Der Prophet Jesaja bereits legte den Finger auf diese Stelle: gebt Raum, dann werdet ihr Heilung erfahren! In den ersten christlichen Gemeinden war es ein nicht einfaches, aber doch entscheidend wichtiges Lernen: Gottes Geist verbindet uns zu einer Gemeinschaft der Verschiedenen. Es ist keine Gleichmacherei, der Paulus das Wort redet. Der Heilige Geist „heilt“ unsere Trennungs-Süchte. Er hilft uns, Räume frei zu machen, damit Andere frei atmen können.

Kirchen-Asyl hat hier seine Überzeugungswurzel. Unser kräftiges Engagement für die Bewahrung der Schöpfung ist tätiges Bekenntnis zu diesem Geist. Das unermüdliche Bemühen um ökumenische Geschwisterlichkeit ist die Sehnsucht, dass der Traum des Paulus leben darf:

EIN Geist verbindet uns Christ*innen zu EINER Kirche Jesu Christi.

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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