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Energiekarawane Kriegshaber-Interessenten gesucht

Wer möchte sein Haus energetisch sanieren und sucht Beispiele und Information?
Wer hat sein Haus in den letzten Jahren energetisch saniert und ist bereit, es anderen von außen zeigen?

Das Umweltamt der  Stadt Augsburg möchte die energetische Sanierung von alten Gebäuden unterstützen und bietet im April / Mai in einem Zeitraum von 6 Wochen kostenlose vor-Ort-Beratung zur Gebäudesanierung im Stadtteil Kriegshaber an. Räumlich beschränkt wird diese Aktion allerdings auf den Bereich zwischen der Ulmer Straße im Norden, der Rößlestraße im Westen, der Markgrafenstraße im Süden sowie der Langemarckstraße im Osten.

Als Auftakt zu dieser Beratungsaktion wird seitens des Umweltamtes voraussichtlich in der KW  15 (wahrscheinlich Fr 13.04.18 am Nachmittag) ein Spaziergang mit interessierten Bürgern zu bereits sanierten Wohngebäuden im o.g. Quartier angeboten (Zeitdauer ca. 1,5 Std.). Hierzu können ca. 4-6 interessierte Bürger ihre sanierten Gebäude persönlich von außen (also ohne Begehung des Hauses selbst!) als eine „Station“ während dieses Spaziergangs vorstellen oder aber auch lediglich dem Umweltamt ein paar wesentliche Daten zur Sanierung übermitteln, so dass eine kurze Vorstellung gemacht werden kann.

Die Hausbesitzer in dem ausgewählten Gebiet werden vor der Aktion durch ein Schreiben des Oberbürgermeisters auch noch persönlich informiert.

Die Kirchengemeinde St.-Thomas wurde im Vorfeld bereits vom Umweltamt angesprochen, um den Kontakt zu möglicherweise interessierten Bürgern herzustellen, die ihr Haus zeigen würden oder die Interesse an einer Beratung haben. Vielleicht kennen Sie ja auch sanierte Häuser oder Menschen, die sanieren möchten, und können diese direkt ansprechen.

 

Wer sich also an der Energiekarawane aktiv oder passiv beteiligen möchte, melde sich bitte im Pfarramt oder beim Umweltausschuss von St. Thomas. Wir würden die Kontaktdaten dann ans Umweltamt weiterleiten.

 

Vielen Dank für die Mithilfe und herzliche Grüße,
Julia Zimmer für den Umweltausschuss St. Thomas

Gockelfest am 1. Oktober 2017

Der Grüne Gockel nistet sich in St.Thomas ein

Leben wir nicht auf einem wunderbaren blauen Planeten? Lohnt es sich, diesem zu bewahren? Was tun wir zur dessen Bewahrung? Wie geht es anderen Mitgeschöpfen mit unserem Lebensstil?

Wichtige Fragen, die komplexer Antwort bedürfen. St.Thomas gibt (Teil)-Antworten. Ein quasi Neubeginn fand am 01.10.2017 statt und eine volle Kirche war dabei.

Eingeleitet durch den Erntedank Gottesdienst mit Bastian Geldmacher, veranschaulicht durch die Handpupen „Felix und Rabe“ und unterstützt durch den Umweltausschuss feierte unsere Gemeinde den Abschluss, des Prozesses Umweltgemeinde zu werden. Damit sind wir nun eine der ganz wenigen Gemeinden, die sich erkennbar und semiprofessionell mit Schöpfungsbewahrung beschäftigen. Wie das geht steht in unserer Umwelterklärung, die Sie im Pfarrbüro oder auf der Internetseite unserer Gemeinde erhalten können.

Zum Abschluss der Einführungsphase und zum Start einer Gemeinde mit der Zertifizierung nach dem Grünen Gockel, feierte die Gemeinde ein Umweltfest. Der angebotene Umweltparcours im Gemeindesaal beinhaltete:

·         Umweltquiz und Ideenpool mit Conny Felber,

·         Bienen und Honig mit dem St.Thomas-Imker Steve Gallasch,

·         Vogelhäuser und Gockel-Buttons mit Annelies Rek,

·         Stromverbrauch zum „Anfassen“ mit Christina Geyer und

·         Wie geht das: Papier und Wachs-Recycling mit Julia Zimmer

Es kamen viele Menschen von St.Thomas aber auch von fern. Erntedank und Umweltarbeit sind eine ideale Themenergänzung, danke zu sagen. Danke, danke auch an die Mitglieder des Umweltausschusses, die diesmal aktiv dabei waren.

<Hilmar Mante, Ihr St.Thomas-Umweltschutzbeauftragter>  

St.Thomas und der Grüne Gockel

Wir nutzen in unserer Gemeinde Energie, verbrauchen Wasser, Papier und andere Materialien, erzeugen Abfall und Abwasser und tragen so zur Erwärmung unserer Erde bei. Gleichzeitig wollen wir als Christen die Schöpfung Gottes bewahren und für kommende Generationen eine lebenswerte Zukunft schaffen. Der Gemeindekirchenrat hat deshalb beschlossen, unser Handeln in St.Thomas auf den Prüfstand zu stellen und so wie bereits über 100 Gemeinden in Bayern mithilfe eines Umweltmanagementsystems unser Handeln auf eine nachhaltige Lebensweise zu lenken.
Das Umweltmanagementsystem für Kirchengemeinden ist der Grüne Gockel und das Prinzip ist erst mal einfach: eine Bestandsaufnahme der Umweltauswirkungen, eine Bewertung dieser Auswirkungen und das Festlegen von Zielen und Maßnahmen zur ständigen Verbesserung.
Nach Gründung eines Umweltteams (inzwischen ein Umweltausschuss) haben wir uns zunächst eigene Schöpfungsleitlinien gegeben, also Richtlinien, die beschreiben, was uns wichtig ist und wie wir unsere Zukunft als Gemeinde gestalten wollen. Diese wurden im Oktober 2014 vom Gemeindekirchenrat verabschiedet und der Gemeinde vorgestellt. Dann ging es los: Wir haben die Gebäude unserer St.Thomas Kirche unter die Lupe genommen, der Energieverbrauch wurde festgestellt, die Wasserverbräuche geprüft und das Abfallaufkommen gecheckt. Wir haben uns gefragt, wie und wo wir einkaufen, welche Verkehrsmittel wir nutzen und ob der St.Thomas-Garten Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten bietet. Wir haben auch überlegt, wie die Gemeinde das Thema Umwelt wahrnimmt und wie wir miteinander ins Gespräch kommen können. Dazu hatten wir auch Unterstützung von 30 Studierenden des Master-Studiengangs Umwelt- und Verfahrenstechnik der Hochschule Augsburg.
Nach dieser ausführlichen Bestandsaufnahme haben wir unsere Umweltauswirkungen bewertet. Welche sind besonders gravierend und welche lassen sich leicht verändern? Daraus leitet sich unser Umweltprogramm ab, also Maßnahmen, die wir umsetzen wollen, um unseren schädlichen Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren und noch mehr – auch Gutes für unsere Umwelt zu tun. Die Einführung eines Managementsystems soll jetzt sicherstellen, dass wir uns auch in Zukunft stetig verbessern und immer neue Möglichkeiten entdecken unsere Umwelt zu schützen.
So wurde unsere Arbeit also am Montag, den 3. Juli von einem externen Zertifizierer unter die Lupe genommen. Er prüfte, ob wir an alles gedacht haben, ob unsere Einschätzungen realistisch sind und ob unser Kontrollsystem funktionieren wird, sodass wir nachhaltige Verbesserungen erwirken können. Und tatsächlich:
Unser Umweltmanagementsystem wurde für gut befunden, sodass wir uns heute stolz das Symbol des Grünen Gockels an die Brust pinnen dürfen: Die St.Thomas-Gemeinde ist nach dem Grünen Gockel zertifiziert.

 

<Cornelia Felber>

Umwelterklärung der St.Thomas Gemeinde

Nachhaltig erzeugter Strom für St. Thomas

Unsere Kirchengemeinde gestaltet durch ihren Stromverbrauch die Erreichung des Pariser Klimaschutzabkommens mit.

Ihr Strom kommt aus der Steckdose? Sicher, in St. Thomas tut er das auch. Wir haben uns gefragt, wie er da hin kommt und ob wir die Umweltauswirkungen, die durch den Stromverbrauch unseres Gemeindelebens entstehen, senken können. Der Umweltausschuss kam zu dem schon mal gar nicht so schlechten Ergebnis, dass St. Thomas schon länger grünen Strom bezieht – genauer gesagt, Strom aus Wasserkraft eines örtlichen Energieversorgers. Rein rechnerisch war unser Stromverbrauch also schon länger kein Thema für das Klima.

Wir wollen dennoch einen Schritt weitergehen und uns daran beteiligen, dass die Energiewende vorankommt, also immer mehr erneuerbare Energieträger das Verfeuern von Kohle und anderen fossilen Energieträgern nach und nach überflüssig machen. Deshalb haben wir nun zum Stromlieferanten Naturstrom gewechselt. Dieser bietet in seinem Portfolio ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energieträgern an und unterstützt dazu den Ausbau regenerativer Energieerzeuger in Deutschland.  Denn für jede kWh Strom, die in St.Thomas genutzt wird, fließen ab jetzt Mittel in den Ausbau neuer grüner Stromerzeuger. Empfohlen wurde uns Naturstrom von unserer Landeskirche. Zahlt die Gemeinde nun also mehr als früher? Nein. Der Wechsel kann als kostenneutral für den Haushalt bezeichnet werden. Dazu sind wir mit diesem Schritt wieder einen Teil in der Umsetzung des Grünen Gockels in St. Thomas vorangekommen.

Natürlich können wir uns darauf nicht ausruhen! Erstens widmen wir uns natürlich auch der Minderung unseres Stromverbrauchs – denn eine nicht hergestellte kWh ist immer noch die umweltfreundlichste. Und zweitens gibt es natürlich noch andere Themen in unserem Umweltprogramm, wie Heizwärme, Müll, die Artenvielfalt in unserem Garten und Vieles mehr. Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden! Und freuen uns natürlich auch immer über Zuwachs im Umweltausschuss für die weitere Umsetzung des Grünen Gockels.

<Christina Geyer>

 

Unsere Umwelt ist zunehmend bedroht. Durch intensive Landwirtschaft und Biozide ist der Insektenbestand in den letzten 30 Jahren um etwa 80% eingebrochen. Damit wird vielen Vögeln und Fledermäusen die wichtigste Lebensgrundlage entzogen. In der Folge wird die „Rote Liste der bedrohten Arten“ immer länger. Viele Vogelarten zieht es in die Siedlungen, da sie hier in Gärten und Parks noch Insekten und Würmer sowie Sämereien und Wildfrüchte finden. Dort wird jedoch der Wohnraum knapp. Alte Bäume mit Bruthöhlen werden gefällt, an den glatten Fassaden der Häuser finden sich keine Nischen mehr für Brutplätze, Holzverschalungen, die wichtige Spaltquartiere für kleine Fledermausarten darstellen, werden durch Wärmedämmungen ersetzt. Dachböden sind hermetisch abgeschlossen. Brutversuche von Schwalben unter Dachvorsprüngen werden verhindert, indem die Nester illegal abgeschlagen werden. Zudem gibt es immer weniger Lehmpfützen, wo sie noch Material zum Nestbau finden können.

Areal und Gebäude von St.Thomas bieten beste Voraussetzungen für die Einrichtung von Nisthilfen und Quartieren:

  • Die großen Wiesenflächen rund um St.Thomas werden extensiv gepflegt.
  • Eine Obstwiese erweitert das Blüten- und Früchteangebot.
  • Große Bäume stellen Lebensräume für zahlreiche Insektenarten dar, allerdings bislang ohne ein geeignetes natürliches Höhlenangebot.
  • Der angrenzende Osterfeldpark mit seinen zahlreichen Hecken und extensiv gepflegten Flächen bietet zusätzliche Biotope für die Tier- und Pflanzenwelt.

Deshalb bietet es sich an, die Artenvielfalt hier durch die Anlage von geeigneten Nisthilfen für hier heimische Arten zu fördern. Der große Gemeindesaal bietet durch die großen Dachüberstände ideale Voraussetzungen für die Anbringung von Nisthilfen für Schwalben und Sperlinge sowie eines Fledermausquartiers für kleine Spaltenbewohner. Für die Ostfassade der Kirche sind Mauerseglerquartiere angedacht, an den Turm-Öffnungen hätte ein Kasten für Turmfalken Platz, sofern der Denkmalschutz grünes Licht gibt. Die großen Bäume auf dem Campus bieten noch viele Möglichkeiten, Kästen für Singvögel und Fledermäuse anzubringen. Die meisten Nisthilfen können in Eigenregie gefertigt werden. Daher liegen die Gesamtkosten unter 1000.-€; sie sollen durch Spenden und Paten für die einzelnen „Wohnungen“ gedeckt werden.

<Annelies Rek>

Der Grüne Gockel in St.Thomas

Ein Grüner Gockel ist keine Mutation und keine Spielerei der Natur. Nein, der Grüne Gockel hat was mit Umwelt (grün) und mit Richtungsweisung (Wetterhahn) zu tun. Ein Wetterhahn ist auf vielen Gebäuden, insbesondere jenen der Kirchen zu sehen und gibt an wie der Wind weht. Das sind auch schon die Bausteine zur Begriffserklärung.

Der Grüne Gockel ist aber auch ein kirchliches Umweltmanagement-System (UMS), mit dem die Umweltauswirkungen einer meist evangelischen Gemeinde erfasst und bewertet werden. Bekannt ist das UMS bereits bei großen Industriekonzernen, aber Kirchengemeinden stehen dem nicht mehr nach. Gerade kirchliche Gemeinden fühlen sich der Schöpfungsverantwortung besonders verpflichtet.

Warum ein Umweltmanagement in St.Thomas?

Was bedeutet unser heutiges Handeln für die Generation unserer Kinder und Enkel?
Wie können wir unseren Auftrag, die Schöpfung zu bewahren noch ernster nehmen?

Wir verbrauchen in unserer Gemeinde Energie, Wasser, Papier, und andere Verbrauchsmaterialien, erzeugen Abfall und Abwasser und tragen zur bedrohlichen Erwärmung unserer Erde bei. Zugleich ist uns wichtig, die Schöpfung Gottes zu bewahren und die Erde für die kommenden Generationen zu erhalten. Dies ist auch aber nicht nur global gesehen eine Frage der Nächstenliebe. Daher dürften wir eigentlich nur soviel verbrauchen, wie wir auch wieder neu erzeugen oder es sich selbst regenerieren kann. In den letzten Jahren sind diese Gedanken immer mehr in den Vordergrund gerückt, viele Firmen haben in den Umweltschutz investiert und ihre Verbräuche gesenkt. Unser Land strebt eine Energiewende an. Aller Orten werden Solaranlagen und Windräder installiert.

Unser Gemeindekirchenrat hat deshalb beschlossen, unser Handeln in St.Thomas auf den Prüfstand zu stellen und sich konsequent um Verbesserung zu bemühen. Wie können wir den Verbrauch an Ressourcen senken? Wie können wir das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung stärken?

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Wir nehmen wie bereits über 100 Gemeinden in Bayern eine Anregung unserer Landeskirche auf und gehen nach einem etablierten Prinzip vor, welches die Europäische Kommission bereits 1993 aufgestellt hat, die „EMAS*-Verordnung“. Bei den Kirchen heißt dieses Prinzip „Grüner Gockel“. Die Grundprinzipien sind recht einfach: eine Bestandsaufnahme z.B. der Verbräuche, deren Bewertung und die Aufstellung von eigenen Zielen zur kontinuierlichen Verbesserung. Dieser Prozess wird voraussichtlich auch mit erkennbaren Maßnahmen in St.Thomas verbunden sein.

Zunächst stehen unsere Gebäude in St.Thomas Kirche im Vordergrund. Beispielsweise wird zu prüfen sein, ob wir mit dem Energieverbrauch zufrieden sind. Hier könnten Potenziale für die Umwelt und unseren Haushalt schlummern. Aber es könnte auch um weitere Fragen gehen: Wo kaufen wir ein? Welches Material verwenden wir? Bietet unser Kirchturm und unsere Grünflächen Raum für seltene Tierarten? Kommt in unseren Gruppen und am Gemeindefest das Thema Umwelt vor? Wenn man einmal anfängt nachzudenken, wird man kreativ.

Alle in unserer Gemeinde sind ganz herzlich eingeladen, mitzumachen, mitzudenken, mit zu gestalten. Denn jedes Team ist nur so gut, wie die Menschen, die ihm zuarbeiten. So kann der Grüne Gockel das Anliegen vieler werden. Ein afrikanisches Sprichwort passt deshalb sehr gut zum Grünen Gockel:

Viele kleine Leute,

an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Schritte gehen

können das Gesicht der Welt verändern.

In Verantwortung der Schöpfung gegenüber, für diese Eine Welt.

[*] EMAS = Eco Management and Audit Scheme

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Studierende erstellen Umweltbericht

Die Studierenden des Masterstudiengangs „Umwelt- und Verfahrenstechnik“ der Hochschule Augsburg haben in Zusammenarbeit mit dem Umweltteam unserer Gemeinde das Umweltmanagement nach dem Grünen Gockel in St.Thomas weiter geführt. Etwa 30 Studierende haben die Umweltaspekte unserer Gemeinde geprüft und darauf aufbauend Empfehlungen in einem 60seitigen Bericht abgegeben. Unser Umweltteam hat den Einstieg ermöglicht und mit Informationen die Arbeiten unterstützt. Diese Kooperation bot positive Effekte für beide Seiten: Die Studierenden konnten ihre Seminararbeit praxisbezogen ablegen und unsere Gemeinde hat, bereichert um die Perspektive von Außenstehenden, die eigenen Umweltarbeit vorangebracht.

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Die Ergebnisse der Hochschule wurden in einem thematischen Familiengottesdienst unserer Gemeinde vorgestellt. Das kooperative Projekt wurde an der Hochschule mit einer Präsentation und offizieller Übergabe des Projektberichts abgeschlossen. Der Bericht der jungen IngenieurInnen zeigte deutlich, dass die St.Thomas Kirche „umwelttechnisch“ ganz gut dasteht. In der St.Thomas-Chapel wurden nun erstmals Daten aufgenommen. Unser Umweltteam wird jetzt die gesammelten Daten und Verbesserungsvorschläge prüfen und in die weitere Entwicklung des Umweltmanagementsystems mit einbeziehen.

Wir danken den Studentinnen und Studenten der Hochschule Augsburg sowie ihrem Betreuer, Dietmar Braunmiller, für die gemeinsame Weiterentwicklung des Grünen Gockels in St.Thomas und wünschen unseren Partnern einen erfolgreichen Abschluss ihres Studiums mit nachhaltiger persönlicher Weiterentwicklung!

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Hilmar Mante
Umweltbeauftragter St.Thomas

Die Schöpfungsleitlinien unserer Gemeinde

Vorbemerkung – Bedeutung der Schöpfungsleitlinien

Die Schöpfungsleitlinien beschreiben in allgemein gehaltener Form, in welche Richtung sich die Kirchengemeinde im Wahrnehmen ihrer Schöpfungsverantwortung kontinuierlich verbessern will. Die Schöpfungsleitlinien stellen quasi die „umweltbezogene Verfassung“ der Kirchengemeinde dar und sollten von möglichst Vielen mitgetragen werden.

Die Schöpfungsleitlinien entsprechen im Rahmen von EMAS[*] der Umweltpolitik. Dort ist in Artikel 2 Nr. 1 definiert: „Umweltpolitik“: die von den obersten Führungsebenen einer Organisation verbindlich dargelegten Absichten und Ausrichtungen dieser Organisation in Bezug auf ihre Umweltleistung, einschließlich der Einhaltung aller geltenden Umweltvorschriften und der Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung. Sie bildet den Rahmen für die Maßnahmen und für die Festlegung umweltbezogener Zielsetzungen und Einzelziele.


[*] Verordnung Nr. 1221/2009 des europäischen Parlaments und des Rates über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung …

Präambel

„Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ (1. Mose 2,15)

Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen und nehmen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung an und wollen den Auftrag der Bewahrung der Schöpfung ernst nehmen.

Wir wollen uns als Gemeinde für nachhaltige Lebensbedingungen einsetzen.

Der Mensch ist Geschöpf und Mitgeschöpf.

Der Mensch ist eingespannt in ein weltweites Lebensnetz.

Deshalb wollen wir in Solidarität mit anderen Menschen verantwortlich mit den natürlichen Ressourcen umgehen und uns für die Nachhaltigkeit unseres Handelns in ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen einsetzen. Wir möchten dabei die Qualität der Lebensbedingungen zukünftiger Generationen und daher auch die Lebensräume für Tiere und Pflanzen im Sinne unserer Schöpfungsverantwortung erhalten.

Hierfür tragen wir als Christinnen und Christen in besonderem Maße Verantwortung.

Der Mensch ist eingebunden in die Geschichte.

Aus Fehlern der Vergangenheit wollen wir lernen, nachhaltiges Verhalten in der Gegenwart üben und anwenden und damit ein Beispiel für zukünftige Generationen sein. Aus christlicher Nächstenliebe wollen wir darauf acht geben, dass unser Lebensstandard nicht auf Kosten anderer Menschen oder der Umwelt geht.

Wir beteiligen uns als Gemeinde am kirchlichen Umweltmanagement „Grüner Gockel“ und sind bestrebt, ein Umweltmanagementsystem in St.Thomas aufzubauen. Dies soll als Prozess aus ständiger Reflexion und Fortschreibung Bestand haben. Dabei sind uns die gesetzlichen Vorschriften Mindestanforderung.

Auf unserem Weg suchen wir Begleiter und Begleiterinnen, die mit uns Erfahrungen und Ideen austauschen. Anregungen und Kritik helfen uns, unser System stetig zu überprüfen und zu verbessern. Über unsere Umweltaktivitäten wollen wir regelmäßig informieren, um das Bewusstsein unserer Gemeinde für Themen wie Schöpfungsverantwortung und Umweltschutz zu sensibilisieren. Unser Umweltmanagementsystem soll auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten beruhen.

In unserem gemeinsamen Handeln als christliche Kirche geben wir ein lebendiges Zeugnis für unseren Glauben an Gott, den Schöpfer. Dabei verstehen wir unser Umweltmanagementsystem als Teil einer weltweiten ökologischen Lerngemeinschaft. Hierdurch nutzen wir die Chance, in Solidarität mit allen Menschen dieser Erde etwas zu bewegen und nachhaltig im Sinne des konziliaren Prozesses „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ zum Besseren führen zu können.

Die Schöpfungsleitlinien wurden am 22. Oktober 2014 durch das Leitungsgremium der Kirchengemeinde St.Thomas, den Gemeindekirchenrat, beraten und einstimmig beschlossen.

Unser Umweltausschuss

Conny Felber, Christina Geyer, Hilmar Mante (Umweltbeauftragter, Umweltauditor), Dr. Karin Mante, Annelies Rek, Heiner Staib, Roland Väth, Julia Zimmer (Umweltbeauftragte – Vertretung)

Sie erreichen uns per E-Mail unter: hmante@web.de

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