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0821 / 401311 0821 / 4444946 pfarramt.stthomas.a@elkb.de Rockensteinstr. 21, 86156 Augsburg

Der Verlust eines geliebten Menschen ist ein tiefer Einschnitt. Neben Schmerz und Trauer tauchen viele Fragen auf: Wie geht es weiter? Was muss organisiert werden? In dieser schweren Zeit möchten wir Sie begleiten, unterstützen und ermutigen, den Abschied bewusst und im Vertrauen auf Gottes Nähe zu gestalten.

Erste Schritte nach dem Todesfall

Wenn ein Mensch stirbt, treten viele organisatorische und emotionale Aufgaben gleichzeitig auf. Das kann überwältigend sein. Ein paar erste Schritte helfen, den Moment zu ordnen:

  • Bestattungsinstitut kontaktieren: Vertrauen Sie Fachleuten die meisten organisatorischen Aufgaben an.

  • Seelsorger/in einbeziehen: Ihr Pfarrer oder Ihre Pfarrerin begleitet Sie durch die Trauerzeit und hilft bei der Gestaltung der Trauerfeier.

  • Trauergespräch vereinbaren: Hier wird die Persönlichkeit des Verstorbenen gewürdigt und die Ansprache für die Trauerfeier vorbereitet.

Die Trauerfeier gestalten

Die Trauerfeier ist ein wichtiger Moment des Abschieds. Sie kann tröstlich, stärkend und bewusst gestaltet werden:

  • Biblische Worte oder Taufspruch: Sie bilden einen Rahmen für das Leben des Verstorbenen.

  • Musik und gemeinsames Singen: Lieder helfen, Sprachlosigkeit auszudrücken und Trost zu spenden.

  • Persönliche Wünsche: Bringen Sie ein, was Ihnen und Ihrer Familie wichtig ist.

Auch nach der Beisetzung bleibt die Trauerzeit lang und überraschend. Seelsorger stehen Ihnen weiterhin für Gespräche und Begleitung zur Verfügung.

Eine Grabstätte wählen

Die Wahl der Grabstätte ist eine bedeutsame Entscheidung. Besprechen Sie diese in Ruhe im Kreis der Angehörigen:

  • Ort: Nähe erleichtert spätere Besuche.

  • Art der Bestattung: Erdbestattung, Feuerbestattung, Friedwald, Ruhe-Baum oder Rasen-Grab.

  • Anonyme Bestattung: Finanzielle Entlastung, jedoch kein Ort der Erinnerung.

Viele Friedhöfe bieten mittlerweile Rasen-Gräber mit einer Tafel an – ein Ort des Gedenkens, der Pflegeaufwand minimiert. Im christlichen Glauben bleiben wir überzeugt, dass Gott jeden Menschen bewahrt.

Abschied am Grab

Der Moment am Grab ist besonders verletzlich. Worte fehlen oft – Gesten können helfen, den Abschied auszudrücken:

  • Erde auf den Sarg/Urne werfen – Ausdruck des Vertrauens in Gottes Hände.

  • Wasser über die Grabstätte gießen – Erinnerung an Taufe und Gottes Begleitung.

  • Blütenblätter oder Blumen legen – Zeichen von Liebe, Nähe und Erinnerung.

Diese Gesten sind unabhängig von Konfessionen und helfen, den Abschied bewusst zu gestalten.

Begleitung in Trauer

Trauer braucht Zeit und Raum. Nehmen Sie Angebote von Seelsorgern, Freunden und Familienmitgliedern an. Es ist in Ordnung, Hilfe anzunehmen und die eigenen Gefühle ernst zu nehmen.

Abschiednehmen ist ein Prozess – mit der richtigen Unterstützung können Sie ihn bewusst gestalten, Erinnerungen bewahren und Trost finden.

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