Überspringen zu Hauptinhalt
0821 / 401311 0821 / 4444946 Mail Rockensteinstr. 21, 86156 Augsburg

Die Vogelbrutzeit hat begonnen

Die Vogelbrutzeit hat begonnen…

…und damit das Ende der Winterfütterung?

Obwohl es darüber geteilte Meinungen gibt, überzeugen uns die folgenden Gedanken:

  1. Die Vogelweibchen brauchen für die Eiablage viel Kalk, um eine stabile Eierschale auszubilden. Nach dem Brüten picken sie z.B. leere Schneckenhäuser oder alte Eierschalen, um ihren Kalkvorrat im Körper wieder aufzubauen.
    Du kannst Sie unterstützen, indem Du z.B. Eierschalen aus der Küche im Garten oder im Balkonkasten ausstreust.
  2. Die Jungvögel können nur Weichfutter wie z.B. Insekten oder Würmer fressen und werden von ihren Eltern entsprechend versorgt. Da jedoch die Insektenzahl so dramatisch zurückgeht, bleibt für die Vogeleltern selber oft nichts mehr übrig.
    Du kannst die Vogeleltern dadurch unterstützen, dass Du ihnen auch im Frühsommer Futter bereitstellst. Noch besser ist natürlich ein insektenfreundlicher Garten mit Blüten, Laubstreu, Moos, Blattläusen usw.

Der Park der St.Thomas Kirche wird immer insektenfreundlicher. Außerdem sind dort zahlreiche Nistkästen für unterschiedlichste Vogelarten zu finden. Es gibt sogar eine natürliche Spechthöhle in einem hohlen Stamm. Wenn Du eine Zeit lang ruhig dasitzt, kannst Du in einigen Nisthöhlen die Jungvögel  bestimmt zwitschern hören.

Ostern steht vor der Tür

Ostern steht vor der Tür…

… und damit die Vorfreude auf die Feiertage. Viele freuen sich auf den Gottesdienst mit der großartigen Auferstehungszusage, manche vielleicht eher auf den kommenden Frühling, die Kinder meist mehr auf die bunten Schokoladen-Ostereier.

Schokolade muss ins Nest – na klar! Eigentlich ein Luxusprodukt, gewachsen und geerntet in fernen Ländern rund um den Äquator. Weltweite Handelsgeflechte und Machtstrukturen haben es längst zur allgegenwärtigen Billigware verkommen lassen. Doch irgendwer bezahlt immer den wahren Preis. In diesem Fall die prekär beschäftigten Arbeiter auf den Kakaoplantagen, gleichzeitig oftmals der (gerodete) Regenwald mit seiner Tier- und Pflanzenwelt.

Wie unfair! Institutionen wie z.B. die GEPA setzen sich seit Jahrzehnten für einen fairen Handel ein, bei dem das Geld für die Produkte auch bei denjenigen ankommt, die den Löwenanteil der Arbeit leisten. Oftmals wird dadurch gleichzeitig der Zugang zu Bildung, Trinkwasser oder Stromerzeugung unterstützt.

Das sollten uns ein paar Cent mehr für die Tafel Schokolade oder die Tasse Kaffee Wert sein!

Fair gehandelte Produkte können an verschiedenen Gütesiegeln erkannt werden. Sie finden sich z.B. auf Schokolade, Kaffee, Tee, Bananen, oder Reis.

In der St.-Thomas-Chapel wird zu jedem Gottesdienst der Fair-Trade-Verkaufsschrank geöffnet, der eine breite Produktpalette bietet. Bestimmt ist dort auch etwas für Ihr Osternest dabei!

Der Frühling kommt, der Garten oder Balkon ruft…

Der Frühling kommt, der Garten oder Balkon ruft…

Mit Beginn der Garten- und Balkonsaison wollen auch Blumenkübel und Beete wieder mit Erde nachgefüllt werden. Passenderweise eröffnen zum ersten März die Bau- und Gartenmärkte nach dem Lockdown wieder, so dass der Bedarf an gebrauchsfertig abgepackter Erde endlich gestillt werden kann.

Doch Vorsicht: Erde ist nicht gleich Erde, und auch bei diesem Einkauf kann man mit etwas Aufmerksamkeit viel gegen den Klimawandel und für den Artenschutz tun!

Der in handelsüblicher Blumenerde enthaltene Torf entsteht in Hochmooren und wird von dort abgebaut. Dadurch werden hochsensible, artenreiche Biotope unwiederbringlich zerstört, da sich Torf nur über jahrhundertelange Zeiträume bilden kann. Im Blumenbeet zersetzt sich dieser Torf sehr schnell
und setzt dadurch das klimaschädliche Gas CO2 frei. Im naturbelassenen Hochmoor dagegen kann CO2 dauerhaft gebunden und der Atmosphäre entzogen werden.
Inzwischen gibt es jedoch viele Hersteller, die torffreie Blumenerde anbieten. Diese Alternative schützt Arten und Klima.

Wer einen eigenen Garten hat, kommt noch viel einfacher zu frischer Erde: im Komposthaufen wandeln millionen kleinster Bodenlebewesen  Küchen- und Gartenabfälle in wertvollen Humus um und sind gleichzeitig Nahrung für Vögel, Igel, Mäuse etc.

Der Grasschnitt und das Laub aus dem St.-Thomas Park werden kompostiert. Die Gemeinde spart damit Kosten für Müll und Pflanzenerde und beherbergt eine bunte Vielfalt an Lebewesen im Kompost.

Umwelterklärung der St.Thomas Gemeinde

Ältere Nachrichten aus dem Umweltausschuss und vom Grünen Gockel finden Sie hier.

Der Grüne Gockel in St.Thomas

Ein Grüner Gockel ist keine Mutation und keine Spielerei der Natur. Nein, der Grüne Gockel hat was mit Umwelt (grün) und mit Richtungsweisung (Wetterhahn) zu tun. Ein Wetterhahn ist auf vielen Gebäuden, insbesondere jenen der Kirchen zu sehen und gibt an wie der Wind weht. Das sind auch schon die Bausteine zur Begriffserklärung.

Der Grüne Gockel ist aber auch ein kirchliches Umweltmanagement-System (UMS), mit dem die Umweltauswirkungen einer meist evangelischen Gemeinde erfasst und bewertet werden. Bekannt ist das UMS bereits bei großen Industriekonzernen, aber Kirchengemeinden stehen dem nicht mehr nach. Gerade kirchliche Gemeinden fühlen sich der Schöpfungsverantwortung besonders verpflichtet.

Warum ein Umweltmanagement in St.Thomas?

Was bedeutet unser heutiges Handeln für die Generation unserer Kinder und Enkel?
Wie können wir unseren Auftrag, die Schöpfung zu bewahren noch ernster nehmen?

Wir verbrauchen in unserer Gemeinde Energie, Wasser, Papier, und andere Verbrauchsmaterialien, erzeugen Abfall und Abwasser und tragen zur bedrohlichen Erwärmung unserer Erde bei. Zugleich ist uns wichtig, die Schöpfung Gottes zu bewahren und die Erde für die kommenden Generationen zu erhalten. Dies ist auch aber nicht nur global gesehen eine Frage der Nächstenliebe. Daher dürften wir eigentlich nur soviel verbrauchen, wie wir auch wieder neu erzeugen oder es sich selbst regenerieren kann. In den letzten Jahren sind diese Gedanken immer mehr in den Vordergrund gerückt, viele Firmen haben in den Umweltschutz investiert und ihre Verbräuche gesenkt. Unser Land strebt eine Energiewende an. Aller Orten werden Solaranlagen und Windräder installiert.

Unser Gemeindekirchenrat hat deshalb beschlossen, unser Handeln in St.Thomas auf den Prüfstand zu stellen und sich konsequent um Verbesserung zu bemühen. Wie können wir den Verbrauch an Ressourcen senken? Wie können wir das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung stärken?

Weiterlesen ...

Wir nehmen wie bereits über 100 Gemeinden in Bayern eine Anregung unserer Landeskirche auf und gehen nach einem etablierten Prinzip vor, welches die Europäische Kommission bereits 1993 aufgestellt hat, die „EMAS*-Verordnung“. Bei den Kirchen heißt dieses Prinzip „Grüner Gockel“. Die Grundprinzipien sind recht einfach: eine Bestandsaufnahme z.B. der Verbräuche, deren Bewertung und die Aufstellung von eigenen Zielen zur kontinuierlichen Verbesserung. Dieser Prozess wird voraussichtlich auch mit erkennbaren Maßnahmen in St.Thomas verbunden sein.

Zunächst stehen unsere Gebäude in St.Thomas Kirche im Vordergrund. Beispielsweise wird zu prüfen sein, ob wir mit dem Energieverbrauch zufrieden sind. Hier könnten Potenziale für die Umwelt und unseren Haushalt schlummern. Aber es könnte auch um weitere Fragen gehen: Wo kaufen wir ein? Welches Material verwenden wir? Bietet unser Kirchturm und unsere Grünflächen Raum für seltene Tierarten? Kommt in unseren Gruppen und am Gemeindefest das Thema Umwelt vor? Wenn man einmal anfängt nachzudenken, wird man kreativ.

Alle in unserer Gemeinde sind ganz herzlich eingeladen, mitzumachen, mitzudenken, mit zu gestalten. Denn jedes Team ist nur so gut, wie die Menschen, die ihm zuarbeiten. So kann der Grüne Gockel das Anliegen vieler werden. Ein afrikanisches Sprichwort passt deshalb sehr gut zum Grünen Gockel:

Viele kleine Leute,

an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Schritte gehen

können das Gesicht der Welt verändern.

In Verantwortung der Schöpfung gegenüber, für diese Eine Welt.

[*] EMAS = Eco Management and Audit Scheme

Verbergen

Hilmar Mante
Umweltbeauftragter St.Thomas

Die Schöpfungsleitlinien unserer Gemeinde

Vorbemerkung – Bedeutung der Schöpfungsleitlinien

Die Schöpfungsleitlinien beschreiben in allgemein gehaltener Form, in welche Richtung sich die Kirchengemeinde im Wahrnehmen ihrer Schöpfungsverantwortung kontinuierlich verbessern will. Die Schöpfungsleitlinien stellen quasi die „umweltbezogene Verfassung“ der Kirchengemeinde dar und sollten von möglichst Vielen mitgetragen werden.

Die Schöpfungsleitlinien entsprechen im Rahmen von EMAS[*] der Umweltpolitik. Dort ist in Artikel 2 Nr. 1 definiert: „Umweltpolitik“: die von den obersten Führungsebenen einer Organisation verbindlich dargelegten Absichten und Ausrichtungen dieser Organisation in Bezug auf ihre Umweltleistung, einschließlich der Einhaltung aller geltenden Umweltvorschriften und der Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung. Sie bildet den Rahmen für die Maßnahmen und für die Festlegung umweltbezogener Zielsetzungen und Einzelziele.


[*] Verordnung Nr. 1221/2009 des europäischen Parlaments und des Rates über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung …

Präambel

„Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ (1. Mose 2,15)

Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen und nehmen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung an und wollen den Auftrag der Bewahrung der Schöpfung ernst nehmen.

Wir wollen uns als Gemeinde für nachhaltige Lebensbedingungen einsetzen.

Der Mensch ist Geschöpf und Mitgeschöpf.

Der Mensch ist eingespannt in ein weltweites Lebensnetz.

Deshalb wollen wir in Solidarität mit anderen Menschen verantwortlich mit den natürlichen Ressourcen umgehen und uns für die Nachhaltigkeit unseres Handelns in ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen einsetzen. Wir möchten dabei die Qualität der Lebensbedingungen zukünftiger Generationen und daher auch die Lebensräume für Tiere und Pflanzen im Sinne unserer Schöpfungsverantwortung erhalten.

Hierfür tragen wir als Christinnen und Christen in besonderem Maße Verantwortung.

Der Mensch ist eingebunden in die Geschichte.

Aus Fehlern der Vergangenheit wollen wir lernen, nachhaltiges Verhalten in der Gegenwart üben und anwenden und damit ein Beispiel für zukünftige Generationen sein. Aus christlicher Nächstenliebe wollen wir darauf acht geben, dass unser Lebensstandard nicht auf Kosten anderer Menschen oder der Umwelt geht.

Wir beteiligen uns als Gemeinde am kirchlichen Umweltmanagement „Grüner Gockel“ und sind bestrebt, ein Umweltmanagementsystem in St.Thomas aufzubauen. Dies soll als Prozess aus ständiger Reflexion und Fortschreibung Bestand haben. Dabei sind uns die gesetzlichen Vorschriften Mindestanforderung.

Auf unserem Weg suchen wir Begleiter und Begleiterinnen, die mit uns Erfahrungen und Ideen austauschen. Anregungen und Kritik helfen uns, unser System stetig zu überprüfen und zu verbessern. Über unsere Umweltaktivitäten wollen wir regelmäßig informieren, um das Bewusstsein unserer Gemeinde für Themen wie Schöpfungsverantwortung und Umweltschutz zu sensibilisieren. Unser Umweltmanagementsystem soll auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten beruhen.

In unserem gemeinsamen Handeln als christliche Kirche geben wir ein lebendiges Zeugnis für unseren Glauben an Gott, den Schöpfer. Dabei verstehen wir unser Umweltmanagementsystem als Teil einer weltweiten ökologischen Lerngemeinschaft. Hierdurch nutzen wir die Chance, in Solidarität mit allen Menschen dieser Erde etwas zu bewegen und nachhaltig im Sinne des konziliaren Prozesses „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ zum Besseren führen zu können.

Die Schöpfungsleitlinien wurden am 22. Oktober 2014 durch das Leitungsgremium der Kirchengemeinde St.Thomas, den Gemeindekirchenrat, beraten und einstimmig beschlossen.

Unser Umweltausschuss

Conny Häckl, Steve Gallasch, Hilmar Mante (Umweltbeauftragter, Umweltauditor), Dr. Karin Mante, Gregor Pahl, Annelies Rek, Julia Zimmer (Umweltbeauftragte – Vertretung)

Sie erreichen uns per E-Mail unter: hmante@web.de

An den Anfang scrollen

Ein Hinweis zu Cookies & Datenschutz: Um Ihnen einen bestmöglichen Service zu gewährleisten und um die Leistung der Website zu verbessern, verwenden wir Cookies (Textdateien). Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich hiermit einverstanden. Weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close