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Licht in der dunklen Jahreszeit…

Licht in der dunklen Jahreszeit…

… verbraucht vor allem eins: Strom.

In jedem Haushalt gibt es Lampen, die am Abend fast immer brennen: die Hausleuchte an der Fassade, das Licht im Flur, die Grundbeleuchtung im Wohnzimmer oder die Schreibtischlampe im Jugendzimmer.

Dass man durch den einfachen Austausch des Leuchtmittels in einer Lampe jede Menge Strom, Geld und CO² einsparen kann, ist inzwischen hinlänglich bekannt.

Wie wäre es, den eigenen Haushalt auf solche „Dauerverbraucher“ abzusuchen und bei diesen mit dem Austausch anzufangen?

„Normale“ Glühbirnen sind im Handel seit einigen Jahren schon nicht mehr erhältlich. Die Vorräte aus dem Keller, können aber mit gutem Gewissen noch in den Lampen eingesetzt werden, die man nur selten und kurz verwendet (z.B. WC, Kellerabgang).

Den höchsten Wirkungsgrad hinsichtlich Energieverbrauch und Helligkeit bieten nach dem derzeitigen Stand der Technik LED-Leuchten. Sie sind bei deutlich geringerem Energieverbrauch um ein Vielfaches heller als herkömmliche Glühlampen, Halogen-Spots, Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren.

Es gibt sie in verschiedensten Farbtönen, sie sind dimmbar und haben eine sehr lange Nutzungsdauer. Auch die Form des Leuchtkörpers ist sehr variabel.

Die Anschaffungskosten sind zwar ebenfalls höher, doch gleicht sich das durch den geringeren Energieverbrauch finanziell bald wieder aus. Auch in den St.-Thomas-Gebäuden werden sukzessive die Leuchtmittel in LEDs umgetauscht.

St.Thomas – eine klimafreundliche Gemeinde

Die CO2-Emissionen der St.Thomas-Gemeinde werden neuerdings quasi vollständig vermieden oder kompensiert. Wie das geht?

Echtes Biogas

Wir heizen das Gemeindezentrum mit Heizgas, das als CO2 neutral eingestuft ist. Dabei beziehen wir einen Anteil von 10 % umweltfreundlichem Biogas. Dieses wird in Deutschland aus organischen Abfällen und Klärgas produziert. Das CO2, welches durch den 90 %-igen Anteil an Erdgas noch anfällt, wird durch Klimaschutzprojekte kompensiert. Unser Anbieter naturstrom spart also in unserem Namen CO2 in der Menge ein, wie wir es noch nicht vermeiden können.

Strom aus erneuerbaren Quellen

Unser eingekaufter Strom ist schon seit Jahren vollständig klimaneutral. Der Strom wird ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugt. (Das beiliegende Zertifikat weist die Neutralität für einen unserer beiden klimaneutralen Verträge aus. 2021 wird das verbessert.)

Darauf sind wir stolz. Wie in unserer Umwelterklärung veröffentlicht, arbeiten wir parallel dazu natürlich auch an Sparmaßnahmen zur Senkung unserer Heizenergie.

CO2-neutral können Sie zuhause übrigens auch werden – sprechen Sie gerne den Umweltausschuss darauf an.

Winterzeit ist Kerzenzeit ist Kerzenrestezeit…

Wusstest Du, dass…

… der Rohstoff für handelsübliche Kerzen Erdöl ist? Jede nicht vollständig verbrauchte Kerze bedeutet somit, dass wertvolles Erdöl in den Müll kommt.

Durch Recycling kann das Material jedoch bis auf den letzten Tropfen ausgenutzt werden. Dazu kann man die Kerzenreste entweder selber in einem alten Topf einschmelzen und mit einem Docht in der Mitte in ein Förmchen gießen. Nach dem Erkalten hat man eine bunte Kerze zum Verschenken oder selber benutzen.

Viel einfacher ist es jedoch, die Kerzenreste aus dem Haushalt zur Sammelstelle im Foyer der St.-Thomas-Kirche zu bringen. In Kooperation mit anderen Kirchengemeinden werden diese Reste gesammelt und regelmäßig zu den diakonischen Werkstätten der Herzogsägmühle bei Weilheim gebracht.

In der dortigen Licht- & Wachsmanufaktur  werden sie z.B. zu Gartenfackeln oder Ofenanzündern weiterverarbeitet.

Diese und andere Recyclingprodukte für den Outdoorbereich sind unter www.shop.herzogsaegmuehle.de erhältlich.

Umwelterklärung der St.Thomas Gemeinde

Ältere Nachrichten aus dem Umweltausschuss und vom Grünen Gockel finden Sie hier.

Der Grüne Gockel in St.Thomas

Ein Grüner Gockel ist keine Mutation und keine Spielerei der Natur. Nein, der Grüne Gockel hat was mit Umwelt (grün) und mit Richtungsweisung (Wetterhahn) zu tun. Ein Wetterhahn ist auf vielen Gebäuden, insbesondere jenen der Kirchen zu sehen und gibt an wie der Wind weht. Das sind auch schon die Bausteine zur Begriffserklärung.

Der Grüne Gockel ist aber auch ein kirchliches Umweltmanagement-System (UMS), mit dem die Umweltauswirkungen einer meist evangelischen Gemeinde erfasst und bewertet werden. Bekannt ist das UMS bereits bei großen Industriekonzernen, aber Kirchengemeinden stehen dem nicht mehr nach. Gerade kirchliche Gemeinden fühlen sich der Schöpfungsverantwortung besonders verpflichtet.

Warum ein Umweltmanagement in St.Thomas?

Was bedeutet unser heutiges Handeln für die Generation unserer Kinder und Enkel?
Wie können wir unseren Auftrag, die Schöpfung zu bewahren noch ernster nehmen?

Wir verbrauchen in unserer Gemeinde Energie, Wasser, Papier, und andere Verbrauchsmaterialien, erzeugen Abfall und Abwasser und tragen zur bedrohlichen Erwärmung unserer Erde bei. Zugleich ist uns wichtig, die Schöpfung Gottes zu bewahren und die Erde für die kommenden Generationen zu erhalten. Dies ist auch aber nicht nur global gesehen eine Frage der Nächstenliebe. Daher dürften wir eigentlich nur soviel verbrauchen, wie wir auch wieder neu erzeugen oder es sich selbst regenerieren kann. In den letzten Jahren sind diese Gedanken immer mehr in den Vordergrund gerückt, viele Firmen haben in den Umweltschutz investiert und ihre Verbräuche gesenkt. Unser Land strebt eine Energiewende an. Aller Orten werden Solaranlagen und Windräder installiert.

Unser Gemeindekirchenrat hat deshalb beschlossen, unser Handeln in St.Thomas auf den Prüfstand zu stellen und sich konsequent um Verbesserung zu bemühen. Wie können wir den Verbrauch an Ressourcen senken? Wie können wir das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung stärken?

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Wir nehmen wie bereits über 100 Gemeinden in Bayern eine Anregung unserer Landeskirche auf und gehen nach einem etablierten Prinzip vor, welches die Europäische Kommission bereits 1993 aufgestellt hat, die „EMAS*-Verordnung“. Bei den Kirchen heißt dieses Prinzip „Grüner Gockel“. Die Grundprinzipien sind recht einfach: eine Bestandsaufnahme z.B. der Verbräuche, deren Bewertung und die Aufstellung von eigenen Zielen zur kontinuierlichen Verbesserung. Dieser Prozess wird voraussichtlich auch mit erkennbaren Maßnahmen in St.Thomas verbunden sein.

Zunächst stehen unsere Gebäude in St.Thomas Kirche im Vordergrund. Beispielsweise wird zu prüfen sein, ob wir mit dem Energieverbrauch zufrieden sind. Hier könnten Potenziale für die Umwelt und unseren Haushalt schlummern. Aber es könnte auch um weitere Fragen gehen: Wo kaufen wir ein? Welches Material verwenden wir? Bietet unser Kirchturm und unsere Grünflächen Raum für seltene Tierarten? Kommt in unseren Gruppen und am Gemeindefest das Thema Umwelt vor? Wenn man einmal anfängt nachzudenken, wird man kreativ.

Alle in unserer Gemeinde sind ganz herzlich eingeladen, mitzumachen, mitzudenken, mit zu gestalten. Denn jedes Team ist nur so gut, wie die Menschen, die ihm zuarbeiten. So kann der Grüne Gockel das Anliegen vieler werden. Ein afrikanisches Sprichwort passt deshalb sehr gut zum Grünen Gockel:

Viele kleine Leute,

an vielen kleinen Orten,

die viele kleine Schritte gehen

können das Gesicht der Welt verändern.

In Verantwortung der Schöpfung gegenüber, für diese Eine Welt.

[*] EMAS = Eco Management and Audit Scheme

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Hilmar Mante
Umweltbeauftragter St.Thomas

Die Schöpfungsleitlinien unserer Gemeinde

Vorbemerkung – Bedeutung der Schöpfungsleitlinien

Die Schöpfungsleitlinien beschreiben in allgemein gehaltener Form, in welche Richtung sich die Kirchengemeinde im Wahrnehmen ihrer Schöpfungsverantwortung kontinuierlich verbessern will. Die Schöpfungsleitlinien stellen quasi die „umweltbezogene Verfassung“ der Kirchengemeinde dar und sollten von möglichst Vielen mitgetragen werden.

Die Schöpfungsleitlinien entsprechen im Rahmen von EMAS[*] der Umweltpolitik. Dort ist in Artikel 2 Nr. 1 definiert: „Umweltpolitik“: die von den obersten Führungsebenen einer Organisation verbindlich dargelegten Absichten und Ausrichtungen dieser Organisation in Bezug auf ihre Umweltleistung, einschließlich der Einhaltung aller geltenden Umweltvorschriften und der Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung. Sie bildet den Rahmen für die Maßnahmen und für die Festlegung umweltbezogener Zielsetzungen und Einzelziele.


[*] Verordnung Nr. 1221/2009 des europäischen Parlaments und des Rates über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung …

Präambel

„Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ (1. Mose 2,15)

Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen und nehmen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung an und wollen den Auftrag der Bewahrung der Schöpfung ernst nehmen.

Wir wollen uns als Gemeinde für nachhaltige Lebensbedingungen einsetzen.

Der Mensch ist Geschöpf und Mitgeschöpf.

Der Mensch ist eingespannt in ein weltweites Lebensnetz.

Deshalb wollen wir in Solidarität mit anderen Menschen verantwortlich mit den natürlichen Ressourcen umgehen und uns für die Nachhaltigkeit unseres Handelns in ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen einsetzen. Wir möchten dabei die Qualität der Lebensbedingungen zukünftiger Generationen und daher auch die Lebensräume für Tiere und Pflanzen im Sinne unserer Schöpfungsverantwortung erhalten.

Hierfür tragen wir als Christinnen und Christen in besonderem Maße Verantwortung.

Der Mensch ist eingebunden in die Geschichte.

Aus Fehlern der Vergangenheit wollen wir lernen, nachhaltiges Verhalten in der Gegenwart üben und anwenden und damit ein Beispiel für zukünftige Generationen sein. Aus christlicher Nächstenliebe wollen wir darauf acht geben, dass unser Lebensstandard nicht auf Kosten anderer Menschen oder der Umwelt geht.

Wir beteiligen uns als Gemeinde am kirchlichen Umweltmanagement „Grüner Gockel“ und sind bestrebt, ein Umweltmanagementsystem in St.Thomas aufzubauen. Dies soll als Prozess aus ständiger Reflexion und Fortschreibung Bestand haben. Dabei sind uns die gesetzlichen Vorschriften Mindestanforderung.

Auf unserem Weg suchen wir Begleiter und Begleiterinnen, die mit uns Erfahrungen und Ideen austauschen. Anregungen und Kritik helfen uns, unser System stetig zu überprüfen und zu verbessern. Über unsere Umweltaktivitäten wollen wir regelmäßig informieren, um das Bewusstsein unserer Gemeinde für Themen wie Schöpfungsverantwortung und Umweltschutz zu sensibilisieren. Unser Umweltmanagementsystem soll auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten beruhen.

In unserem gemeinsamen Handeln als christliche Kirche geben wir ein lebendiges Zeugnis für unseren Glauben an Gott, den Schöpfer. Dabei verstehen wir unser Umweltmanagementsystem als Teil einer weltweiten ökologischen Lerngemeinschaft. Hierdurch nutzen wir die Chance, in Solidarität mit allen Menschen dieser Erde etwas zu bewegen und nachhaltig im Sinne des konziliaren Prozesses „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ zum Besseren führen zu können.

Die Schöpfungsleitlinien wurden am 22. Oktober 2014 durch das Leitungsgremium der Kirchengemeinde St.Thomas, den Gemeindekirchenrat, beraten und einstimmig beschlossen.

Unser Umweltausschuss

Conny Häckl, Steve Gallasch, Hilmar Mante (Umweltbeauftragter, Umweltauditor), Dr. Karin Mante, Gregor Pahl, Annelies Rek, Julia Zimmer (Umweltbeauftragte – Vertretung)

Sie erreichen uns per E-Mail unter: hmante@web.de

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