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KalenderBlatt 14. April 2020 – OsterDienstag

Ein biblisches Wort für heute, OsterDienstag, 14. April 2020:

Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn.
Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander:
Brannte nicht unser Herz in uns,
da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?
Lukas 24,31-32

Es gibt Momente, in denen ich „den Wald vor Bäumen nicht sehe“, das Offenliegende nicht begreife; vielleicht sogar nicht begreifen kann. Denn die Welt, wie wir sie uns aufgebaut haben, ließ bislang immer weniger Raum zum Durchatmen. Rasante Geschwindigkeit, mörderische Leistungsanforderung und dementsprechend ausuferndes Bedürfnis nach „Belohnung“ saugen unsere Aufmerksamkeit für die eigentlich wichtigen Wahrnehmungen unserer Lebenswurzeln einfach weg.

Wer sorgt dafür, dass wir in Kliniken gesunden? Wem haben wir es zu verdanken, dass unsere Kinder in geduldiger Liebe betreut und in ihrer LebensBildung begleitet werden? Wer räumt unseren WohlstandsMüll weg? Wer kümmert sich mit Herz um unsere Alten? … In CoronaZeiten kommen diese Menschen, diese Berufe mit einem Mal in den Blick; warum sahen wir sie vorher nicht? Mit verstörtem Erstaunen spüren Viele, dass unser gesellschaftliches Gefüge ohne eine Wertschätzung derer, die sich tatsächlich „kümmern“, vor die Hunde gehen würde. Amazon verdient an Corona ohne Ende, ohne auch nur im Ansatz ordentliche, notwendige Steuergelder zu zahlen …

Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus erkennen den „auferstandenen“ Jesus erst, als er ihnen „das Brot bricht“. Es gibt viele Mitmenschen, die die Auferstehungs-Botschaft unseres christlichen Glaubens nicht mitdenken mögen; worum geht es? Den Emmaus-Jüngern werden durch eine „sprechende Geste“ die Augen geöffnet. Das Brotbrechen ist in der Zeit mit Jesus immer wieder eine Ansage gewesen: Wo wir das Leben miteinander teilen, hat die Barmherzigkeit eine Kraft, die der Gewalt die Macht nimmt.

Geteiltes Brot schenkt Kraft, verbindet zum Leben, reißt Grenzen ein, öffnet einen Weg in die nächste Zeit. Hier wächst eine wahrlich revolutionäre Kraft. Eine Stärke, die immer schon da war! Nur haben wir sie vergraben; unter Hetze, Wohlstand, Kurzatmigkeit. Geteiltes Brot: die sorgende Polin als 24-Stundenbetreuung, die Pflegekraft im Krankenhaus, die Lehrerin für die Lerngrundlagen …

Den Jüngern gingen die Augen auf: die lebenschaffende Kraft unseres Gottes ist nicht zu kreuzigen! Die Geistkraft Gottes lebt, durch Menschen. Überrascht liefen sie zu den Anderen: Auferstehung ist ganz einfach! Macht mit!

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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