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KalenderBlatt 10. Mai 2020

Der biblische Text für heute, Sonntag KANTATE, 10. Mai 2020:

Als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob
und man den HERRN lobte:
»Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«,
da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke, als das Haus des HERRN,
sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke;
denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.
2.Chronik 5,13-14

Eine atemberaubende Geschichte: Der neue Tempel im alten Jerusalem soll eingeweiht werden. Priester bereiten sich auf den heiligen Akt vor. Die Spannung ist mit Händen zu greifen. Und dann geschieht das Unfassbare: Musik erschallt, Lobgesänge füllen den Raum – zugleich breitet sich mitten im Tempel eine raumgreifende Wolke aus … und verdrängt die Priester. Was ist da los?!

Wolken gelten seit alters als ein Zeichen für die Gegenwart Gottes. Auch wenn man solche Überzeugung nicht teilen mag, stellen Wolken einen Bereich des Ungreifbaren dar: Wetter ist (noch) nicht machbar. Wolken sind Grund zur Hoffnung: Regen verheißen sie; sie weisen aber auch auf die Bedrohung des Lebens hin: Unwetter lehren uns die Vergänglichkeit des Daseins.

Eine Wolke ist „nur“ Luft – und doch ist in ihrem Bereich eine Kraft spürbar, der sich kaum jemand entziehen kann. Stellen Sie sich einmal in die Mitte eines frisch blühenden Fliederbusches: Betörender Blütenduft umhüllt die Sinne.

Die biblische Erzählung beschreibt Gottes Gegenwart wie eine musikalisch einhüllende Wolke.

Gemeinsames Singen kräftigt fast jede Gemeinschaft auf unnachahmliche Weise. In Revolutionen, bei Festlichkeiten, beim Wandern, am Lagerfeuer oder in der Romantik: Alle haben „ihre“ Lieder.

Musik ist eine Sprache des Herzens. Sie berührt, erfüllt, umhüllt, heilt, tut gut.

Atemberaubend: das priesterliche Handeln muss dem heilenden Musikerlebnis weichen! Denn die Kraft der Musik ähnelt der gesundenden Nähe Gottes. Kein Priester kann die Gegenwart Gottes „herbeiführen“ … es sei denn: Er singt! Das ist das Geheimnis der Liturgie: Sie vermag tiefe Lebenskraft im Menschen zu wecken, anzuregen … deshalb singen wir in unseren Gottesdiensten!

Der heutige Sonntag trägt den Namen KANTATE„singt!“ Auf italienischen Balkonen haben Menschen diese Botschaft verstanden. Auch bei uns wäre Musik gewiss segensreicher als manch ungeduldiges Füßescharren…

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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