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KalenderBlatt 7. Mai 2020

Die biblische Losung für heute, Donnerstag, 07. Mai 2020:

Du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Güte.
Nehemia 9,17

Sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
2.Timotheus 2,13

Manche Worte sind (fast) aus unserer Sprache verschwunden. Sie haben keinen Platz mehr in unserem Denken, wir können sie nicht mehr ins gewohnte Alltagsleben einordnen. Dann werden sie erst altmodisch, wir verstehen sie nicht mehr, unterlassen deren Gebrauch. Schade. Denn jetzt überlassen wir diese Worte den Lieblings-Missverständnissen der Unkundigen.

Manchem biblisch-kirchlichen Wort ergeht es so. Wer vermag noch zu erklären, was „Barmherzigkeit“ bedeutet? Wem ist „Demut“ eine wertvolle Lebenshaltung?

Was eigentlich ist „Langmut“? Unter einem Langstreckenläufer oder unter Mut kann ich mir etwas vorstellen. Aber was besagt die Kombination beider Begriffe? Aus dem Duden verlautet: „durch ruhiges, beherrschtes, nachsichtiges Ertragen oder Abwarten-von-etwas gekennzeichnete Verhaltensweise; große Geduld“.

In den letzten Tagen haben die Menschen unter hohem ungeduldigen Druck nach Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen gerufen; interessierte Lobby-Vertreter*innen nahmen diese aufkommende Stimmung auf. Welche Politiker*innen hätten dem standhalten können? Das Ergebnis sind Entscheidungen zu raschen Lockerungen der strengen Corona-Regeln. Alles verständlich. Aber: langfristig klug? Das wird sich erst herausstellen.

In unserem Glauben hoffen wir auf einen Gott, der langmütig ist. Den Mut, langsam und besonnen erst einen gesunden, solidarischen Weg zu suchen und dann erst zu gehen, trauen wir Ihm zu. Gott hat langen Atem. Jesus blieb zeit seines Erdenlebens unverdrossen bei seinem mutigen Weg, den Schwachen zur Seite zu stehen. Es geht! … staunten die Jünger*innen, und folgten ihm eben darin nach.

Langmut weiß, dass es meistens nicht um das kurzfristig Greifbare geht. Langmut bringt die Kraft für einen langen Weg auf. Das Leben ist das Ziel; nicht der Wohlstand. Allerdings: für solchen Mut benötigen wir einander, braucht es Solidarität, Liebe, Weitsicht.

Wir könnten jetzt miteinander einüben, was wir nach Corona bitter benötigen werden: Langmut. Die ökologischen Riesenprobleme der Menschheit fordern uns. In den letzten Wochen haben wir Mut bewiesen: Solidarität mit den Erkrankten war uns so wichtig, dass wir (für kurze Zeit) das Geld hintan gestellt haben. Mit dem Atem der Geistkraft Gottes kann eine solche weitsichtige, langmütige Verhaltensweise gelingen!

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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