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KalenderBlatt 2. Mai 2020

Ein biblisches Wort für heute, Samstag, 02. Mai 2020:

Gott hat Aaron, den Bruder des Mose, auserkoren und erhört. Er schloss einen ewigen Bund mit ihm und gab ihm das Priestertum im Volk. Er zog ihm ein herrliches Gewand an und legte ihm prachtvollen Schmuck an und das Obergewand und hängte ringsum viele Granatäpfel und goldne Schellen daran, damit es klingen sollte, wenn er aus- und einging, und der Klang im Heiligtum gehört und so seines Volkes vor Gott gedacht würde.
Sirach 45,7-11

Mit vielen kleinen Schellen und edlen Steinen war der kostbare Mantel des Hohepriesters am Jerusalemer Tempel geschmückt. Sein Wandeln durch die heiligen Hallen war so begleitet durch andauerndes helles Klingen.

Aus solchen Schellen oder kleinen Glöckchen entwickelte sich die Vorstellung, dass überall dort, wo diese erklingen, ein beschützender göttlicher Geist gegenwärtig sei. Der Folge-Gedanke war unausweichlich: Glocken galten als Mittel zur Vertreibung böser Geister! Und auf diese Weise haben sie den Weg auf die Kirchturmspitzen genommen. Die Glocken mussten immer größer, lauter und weittönender werden. Die Menschen sollten wissen: so weit sie zu hören waren, wurden die Geister des Satans vertrieben.

Erst sehr viel später wurde aus den Glocken ein klingendes Instrument (auch) der Guten Botschaft. Glocken sollten nicht nur abwehren; sie sollten auch von Gottes Liebe und Barmherzigkeit tönen. Nun laden Glocken ein, sich am Ort der Verkündigung der heilsamen Botschaft von Christi Begleitung zu versammeln.

Glocken werden zunehmend zu einer Zeitansage. Mit ihnen wird der „Sonntag eingeläutet“: Samstagnachmittags kündigen die Glocken bereits den Folgetag als besonderen Tag Gottes inmitten unseres Lebens an.

In vielen Gemeinden rufen unsere Glocken zum Innehalten, zum Gebet: Regelmäßig am frühen Morgen, um 12 Uhr zum Mittags- und dann zum Abend-Gebet. Aber auch zu besonderen Anlässen verbinden sich Christenmenschen zur Gemeinsamkeit. Seit Anfang März zum Beispiel rufen in ökumenischer Verbundenheit allabendlich um 21 Uhr alle unsere fünf Kirchen-Glocken zum Gebet für durch die Corona-Zeit in Not geratene Menschen.

Glocken werden von manchen Zeitgenossen als Lärm empfunden, weil oft die Aufgabe solchen Klanges schlicht nicht mehr bekannt ist. Wir sollten wieder darüber sprechen, was wir in und durch unsere Kirchen und Gebräuche stiften möchten. Das Wort von Gottes Barmherzigkeit kann Menschen hilfreich und heilsam in Verbindung halten. Wo die Erfahrung von zupackender Liebe und solidarischem Miteinander spürbar wird, „erklingt“ Gottes Wort. Da ist’s kein Lärm mehr. Vielleicht eher eine Melodie, die mich froh stimmt und begleitet.

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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