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Das KalenderBlatt 29. Juni 2020

Die  biblische Losung für heute, Montag, 29. Juni 2020:

Daniel sprach:   Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen
den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten.
Daniel 6,23

Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen.
Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
2.Korinther 4,9

Ach – das wäre toll: Engel, die den Löwen den Rachen zuhalten, sodass sie keinen Schaden anrichten können …

… die Rede vom immerwährend Wohlstand verheißenden Wachstum würde verstummen, um die Zukunft der Schöpfung wieder in den Blick zu bekommen;

… Wirtschafts-Räubern wäre das gefräßige Maul verschlossen, mit dem sie unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder absahnen wollen;

… den irrführenden Verschörungsgeschichten-Erzählern wäre der Mund verschlossen, damit sie erst einmal nachdenken, bevor sie Dummheiten verbreiten; …

Der Daniel in seiner Löwengrube erfährt mitten in seiner lebensbedrohlichen Situation Rettung. Das Ziel seiner Bestrafung sollte eigentlich sein Tod sein; Löwen sollten das Urteil vollstrecken, damit sich Menschen nicht die Finger schmutzig machen. Und dann funken die „Engel“ dazwischen. Den Löwen gehorchen die Beißerchen nicht mehr.

Wo immer unsere Bibel von hilfreichen Engeln erzählt, hält die Geschichte für einen Moment den Atem an. Das stur und hemmungslos ablaufende Spiel des sogenannten Lebens erfährt eine Unterbrechung. Nachdenken ist möglich. Die Sinne dürfen sich weiten. Der Blick für andere Wege des Lebens ist frei. Ich lasse mir die Erzählung vom Daniel in der Löwengrube gefallen; und spüre, dass hier mitnichten ein „Wunder“, sondern von einer lebenrettenden Unterbrechung erzählt wird.

Engel – ich werde nicht müde, es immer neu zu betonen – sind keine albernen Flügelpuppen, sondern Menschen wie du und ich. Engel lassen sich durch den Geist Gottes in schwierige Situationen hineinsenden; sie helfen, eine Unterbrechung möglich zu machen: Streitschlichter an Schulen, besonnen handelnde Polizist*innen, unermüdlich am „Haus Europa“ bauende Politiker*innen, herzliche Ökumeniker*innen … sind solche Engel.

Unterbrechungen halten kurz die Zeit an, eröffnen ein Zur-Ruhe-kommen, lassen Luft ins stickige Denkzimmer, hören neue Argumente, spüren den Folgen des sturen Bockigseins nach. Oft sind Menschen sogar dankbar, wenn ihnen irgendjemand in den Arm fällt, ihnen den Redeschwall abdreht – von allein gelingt es oft einfach nicht, aufzuhören. Um das eigene Verhalten zu verändern braucht es Menschen, die mich nicht immer auf mein Fehlverhalten festnageln; es braucht „Engel“, die mir helfen, etwas Neues auszuprobieren.

Wer mag der nächste Engel sein?!

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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