Als Umwelt-Ausschuss der Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Thomas setzen wir uns mit Verantwortung und Überzeugung für den Erhalt von Gottes Schöpfung ein. Uns bewegen die Fragen rund um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Artenvielfalt – ganz konkret vor Ort in unserer Gemeinde.
Wir entwickeln Ideen, wie wir als Kirche umweltbewusster handeln können – im Gebäudebetrieb, in der Gestaltung unserer Außenanlagen und im Gemeindeleben. Dabei orientieren wir uns am kirchlichen Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“, das wir seit 7 Jahren aktiv umsetzen und stetig weiterentwickeln.
Wir laden Sie herzlich ein, sich über unsere Schwerpunkte, Projekte und Ziele zu informieren – und mit uns gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft zu wirken.

Unsere Schwerpunkte für Umwelt, Klimaschutz und Biodiversität
Umwelt, Klimaschutz und Biodiversität verlieren in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr an Bedeutung. Wir haben uns genau diese Themen auf die Fahne geschrieben. In der Verantwortung für Natur und Umwelt setzen wir uns folgende Schwerpunkte:
Wir wollen unsere Treibhausgas-Emissionen, die wir in den zurückliegenden Jahren schon erheblich reduzieren konnten, noch weiter senken!
Zu unserer Kirche gehört eine schöne und große Außenanlage. Diese wollen wir im Sinn von Naturschutz und Biodiversität pflegen und erhalten!
Wir möchten unsere Impulse in Gruppen, Kreise & Ausschüsse unserer Gemeinde sowie in die Nachbarschaft transportieren!
St. Thomas verbessert seit 7 Jahren seine Umweltperformance nach dem Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“. Wir bereiten uns auf die Rezertifizierung im Januar 2026 vor!
Der „Grüne Gockel“ in St. Thomas

Ein „Grüner Gockel“ ist keine Mutation und keine Spielerei der Natur. Nein, der „Grüne Gockel“ hat was mit Umwelt (grün) und mit Richtungsweisung (Wetterhahn) zu tun. Ein Wetterhahn ist auf vielen Gebäuden, insbesondere jenen der Kirchen zu sehen und gibt an wie der Wind weht. Das sind auch schon die Bausteine zur Begriffserklärung.
Der „Grüne Gockel“ ist aber auch ein kirchliches Umweltmanagement-System (UMS), mit dem die Umweltauswirkungen einer meist evangelischen Gemeinde erfasst und bewertet werden. Bekannt ist das UMS bereits bei großen Industriekonzernen, aber Kirchengemeinden stehen dem nicht mehr nach. Gerade kirchliche Gemeinden fühlen sich der Schöpfungsverantwortung besonders verpflichtet.
Warum ein Umweltmanagement in St. Thomas? Was bedeutet unser heutiges Handeln für die Generation unserer Kinder und Enkel? Wie können wir unseren Auftrag, die Schöpfung zu bewahren noch ernster nehmen?
Wir verbrauchen in unserer Gemeinde Energie, Wasser, Papier, und andere Verbrauchsmaterialien, erzeugen Abfall und Abwasser und tragen zur bedrohlichen Erwärmung unserer Erde bei. Zugleich ist uns wichtig, die Schöpfung Gottes zu bewahren und die Erde für die kommenden Generationen zu erhalten. Dies ist auch aber nicht nur global gesehen eine Frage der Nächstenliebe. Daher dürften wir eigentlich nur soviel verbrauchen, wie wir auch wieder neu erzeugen oder es sich selbst regenerieren kann. In den letzten Jahren sind diese Gedanken immer mehr in den Vordergrund gerückt, viele Firmen haben in den Umweltschutz investiert und ihre Verbräuche gesenkt. Unser Land strebt eine Energiewende an. Aller Orten werden Solaranlagen und Windräder installiert.
Unser Kirchenvorstand hat deshalb beschlossen, unser Handeln in St. Thomas auf den Prüfstand zu stellen und sich konsequent um Verbesserung zu bemühen. Wie können wir den Verbrauch an Ressourcen senken? Wie können wir das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung stärken?
Wir nehmen wie bereits über 100 Gemeinden in Bayern eine Anregung unserer Landeskirche auf und gehen nach einem etablierten Prinzip vor, welches die Europäische Kommission bereits 1993 aufgestellt hat, die „EMAS-Verordnung“ (EMAS = Eco Management and Audit Scheme). Bei den Kirchen heißt dieses Prinzip „Grüner Gockel“. Die Grundprinzipien sind recht einfach: eine Bestandsaufnahme z.B. der Verbräuche, deren Bewertung und die Aufstellung von eigenen Zielen zur kontinuierlichen Verbesserung. Dieser Prozess wird voraussichtlich auch mit erkennbaren Maßnahmen in St. Thomas verbunden sein.
Zunächst stehen unsere Gebäude in St. Thomas Kirche im Vordergrund. Beispielsweise wird zu prüfen sein, ob wir mit dem Energieverbrauch zufrieden sind. Hier könnten Potenziale für die Umwelt und unseren Haushalt schlummern. Aber es könnte auch um weitere Fragen gehen: Wo kaufen wir ein? Welches Material verwenden wir? Bietet unser Kirchturm und unsere Grünflächen Raum für seltene Tierarten? Kommt in unseren Gruppen und am Gemeindefest das Thema Umwelt vor? Wenn man einmal anfängt nachzudenken, wird man kreativ.
Alle in unserer Gemeinde sind ganz herzlich eingeladen, mitzumachen, mitzudenken, mit zu gestalten. Denn jedes Team ist nur so gut, wie die Menschen, die ihm zuarbeiten. So kann der Grüne Gockel das Anliegen vieler werden. Ein afrikanisches Sprichwort passt deshalb sehr gut zum Grünen Gockel: Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte gehen, können das Gesicht der Welt verändern.
In Verantwortung der Schöpfung gegenüber, für diese Eine Welt.
Einblick in unsere Arbeit
Nachrichten aus dem Umwelt-Ausschuss und vom „Grünen Gockel“
Appell von 62 kirchlichen Akteuren an die Bundesregierung
Ein wirksames Klimaschutzprogramm für eine gerechte und lebenswerte Zukunft! Die Mehrheit der Menschen in Deutschland erwartet mehr Klimaschutz, weil er für ein modernes Land, ein…
Beschluss des KV zu den Schöpfungsleitlinien von St. Thomas
Die Schöpfungsleitlinien beschreiben allgemein, wie die Kirchengemeinde ihre Schöpfungsverantwortung wahrnimmt und worin sie sich künftig kontinuierlich verbessern möchte. Die Schöpfungsleitlinien stellen gleichsam die „umweltbezogene Verfassung“…
Weitere Nachrichten vom Umwelt-Ausschuss und vom „Grünen Gockel“ finden Sie hier.
Durch den Wechsel zur „naturstrom AG“ spart die St. Thomas in einem Jahr etwa 4,7 Tonnen CO2 ein. Der Öko-Strom des Stromanbieters wird zu 100% aus erneuerbaren Energien (Solarstrom, Windkraft und Wasserkraft) hergestellt. Schon seit Jahren ist unsere Kirchengemeinde an der Rockensteinstraße klimaneutral, da wir auch Kirche und Gemeindezentrum klimaneutral beheizen. Durch sinnvolle Einsparungen beim Energieverbrauch – z. B. Abschaffung überflüssiger Kühlschranke, Umstellung der Glühbirnen auf LED-Technik – reduziert St. Thomas den Verbrauch und spart somit Kosten und wertvollen Ökostrom ein.
Umwelt-Gottesdienst am 22.06.2025
Der Boden auf dem wir leben …
… mit all den Facetten, die dieses komplexe Ökosystem hat, war Gegenstand des Gottesdienstes am Sonntag, den 22.06.2025.
Kinder und Erwachsene haben im Familien-Gottesdienst mit Inspiration des Umwelt-Ausschusses die Vielfalt der Aspekte des Systems Bodens gemeinsam erschlossen. Eingebettet war diese Feier in ein „Caféhaus Gottes“, also mit Kaffee und Kuchen davor und danach.
Der Boden auf dem wir leben ist eine sehr wertvolle und fragile Schicht unserer Erde. Er ist die Grundlage für die Gewinnung von Lebensmitteln, reinigt Wasser, ist mitverantwortlich für unsere Luft und ist Grabstätte. In einer Handvoll Boden leben mehr kleinste Lebewesen als Menschen auf unserer Erde. Ohne Boden gibt es kein Leben. Der Boden bildet dich jedoch nur sehr langsam (1cm in 100 Jahren).
Links zu ergänzenden Seiten
Bay. Landesamt für Umwelt
Nachhaltigkeitsmanagement
Rat für nachhaltige Entwicklung
Umweltarbeit in der ELKB
World Council of Churches
Videoclip „Grüner Gockel“
Mitglieder im Umwelt-Ausschuss
Der Umwelt-Ausschuss von St. Thomas besteht aus engagierten Mitgliedern, die sich mit Herz und Hand für den Schutz unserer Umwelt und die Förderung von Klimaschutz und Biodiversität einsetzen. Jeder von uns bringt eigene Ideen und Erfahrungen ein, um gemeinsam ein nachhaltiges Konzept für unsere Gemeinde zu entwickeln. Wir arbeiten mit Freude und Leidenschaft daran, unsere Ziele zu erreichen – und freuen uns immer über neue Interessenten!
Im Umwelt-Ausschuss engagieren sich gerade: Brunhilde Böhm, Dr. Karin Mante, Hilmar Mante, Manuela Marquardt, Annelies Rek und Julia Zimmer

Fragen, Anregungen oder Wünsche?
Für weitere Informationen oder bei Fragen, Anregungen oder Wünschen wenden Sie sich gerne an Hilmar Mante.













