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KalenderBlatt 30. April 2020

Ein biblisches Wort für heute, Donnerstag, 30. April 2020:

Lass sich freuen alle, die auf dich trauen;
ewiglich lass sie rühmen, denn du beschirmest sie.
Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben!
Psalm 5,12

Wenn ich beim Spazierengehen einem Menschen begegne, grüße ich … in der Regel. Eine altmodische Sitte, so scheint’s; kommt immer mehr aus der Übung. Schade eigentlich!

Mit Schmunzeln nehmen meine norddeutschen Freund*innen wahr, dass ich inzwischen das süddeutsche „Grüß Gott“ wie selbstverständlich aufgenommen habe. Und ich staune, dass das erst so verpöhnte nordische „Tschüss“ inzwischen umgangssprachlich nicht mehr wegzudenken ist.

Mit einem Gruß nehmen wir nicht nur Kontakt auf, lassen diesen zu. Es ist zugleich ein Wunsch für unser Gegenüber … und eine Aufforderung. Fast alle Grußformeln tragen eine Erinnerung in sich: „Denk dran … Gott ist’s, der uns leben lässt und miteinander verbindet!“

Hier eine klitzekleine Begriffs-Erklärung:

„Halleluja“ ist die deutsche Transkription des hebräischen הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh), ein liturgischer Freudengesang in der jüdisch-christlichen Tradition: ein Aufruf zum Lobe Gottes. Es setzt sich zusammen aus dem Verb hillel (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform des Gottesnamens JHWH. Übersetzung: Lobet Gott!

Unser laxes „Hallo“ steht hiermit in überraschender Verbindung!? Stammt es aus dem althochdeutschen „halōn“ (für „rufen, holen“)? Oder war es das „holla“, der verkürzte Ruf „Hol über!“ an den Fährmann? Mir gefällt dies besonders: Die Abstammung könnte von „halal“ (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“ … siehe oben) sein: „Preise!“. Witzig: Der Gruß „ohne Gott“ könnte gerade ihm zum Lob gesprochen sein.

Da ist das süddeutsche „Grüß Gott“ ganz gradlinig mit unserem Herrgott unterwegs. Natürlich sollen nicht wir Gott grüßen! Umgekehrt ist es: Wir wünschen dem Begegnenden „möge dir Gott freundlich begegnen!“ Auch beim Abschied bleiben wir dabei: „behüte dich Gott“. Nett auch ein „helfe dir Gott“ (nach dem Niesen) oder ein dankbares „vergelt’s Gott“.

Hach, auch das von der Religion befreite „Tschüss“ erinnert uns ganz still und augenzwinkernd an den begleitenden Segen unseres Gottes: Tschüss ist wohl als Lehnwort aus dem romanischen Sprachraum übernommen worden (vgl. adieu, adiós, ade) und bedeutet damit eigentlich „Gott befohlen“.

Gott ist bei uns. Ein heilsamer Begleiter. Ganz unaufdringlich. Aufmerksam. Kräftigend. Gut so. In dem Sinne: „Grüezi“ – „Gott grüße euch!“

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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