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KalenderBlatt 27. Mai 2020

Die biblische Losung für heute, Mittwoch, 27. Mai 2020:

Der HERR wird’s vollenden um meinetwillen.
Psalm 138,8

Paulus schreibt:  Ich bin darin guter Zuversicht,
dass der in euch angefangen hat das gute Werk,
der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
Philipper 1,6

„Kirche“, das ist für viele Menschen der Verein, der uns bei unseren Hoffnungen und Sehnsüchten auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag“ vertröstet; für wirkliches „Anpacken“ sei Glaube nicht tauglich. Vielleicht ist ein aufmerksames Hinhorchen manchmal hilfreich, um christliche Zuversicht kennenlernen zu können: denn im Glauben warte ich nicht, sondern ich bin zuversichtlich, dass mich mein Gott liebevoll begleitet; ich lasse mich auf Gottes Lebens-Rhythmus ein. Eine kleine Erzählung lässt mich dazu schmunzeln:

Dem Pfarrer einer Stadt im Süddeutschen fiel ein alter, bescheiden wirkender Mann auf, der jeden Mittag die Kirche betrat und sie kurz darauf wieder verließ. Eines Tages fragte er den Alten, was er denn in der Kirche tue. Der antwortete: „Ich gehe hinein, um zu beten.“ Als der Pafrer verwundert meinte, er verweile doch nie lange genug in der Kirche, um wirklich beten zu können, sagte der Besucher: „Ich kann kein langes Gebet sprechen; aber ich komme jeden Tag um Zwölf und sage: Jesus, hier ist Johannes.“

Eines Tages musste Johannes ins Krankenhaus. Ärzte und Schwestern stellten bald fest, dass er auf die anderen Patienten einen heilsamen Einfluss hatte. Die Nörgler nörgelten weniger, und die Traurigen konnten auch mal lachen. „Johannes“, sagten sie, „du bist immer so gelassen und heiter.“ „Ach“, winkte Johannes ab, „dafür kann ich nichts. Das kommt durch meinen Besucher.“ Doch niemand hatte bei ihm je Besuch gesehen! Er hatte keine Verwandten und auch keine engen Freunde. „Dein Besucher“, fragte eine Schwester, „wann kommt der denn?“ „Jeden Mittag um Zwölf. Er tritt ein, steht am Fußende meines Bettes und sagt: Johannes, hier ist Jesus.“

(aus: Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten, Hamburg, 2006)

Noch läuten sie: die Kirchenglocken. Auch wenn sich etliche Zeitgenoss*innen darüber ärgern … jeder Glockenschlag ist eine Zeit-Ansage. Morgens um 7, mittags um 12, abends um 19 Uhr: ich horche auf die Glockentöne – ganz kurz – meine Gedanken halten inne – ich lasse für einen Atemzug dem Geist Jesu Raum in meinem Herzen. Kirchenglocken möchten den rasenden Betrieb unseres Alltags zwar nicht stören, aber doch „unterbrechen“: Bleib zuversichtlich; dein Gott ist da, ein treuer kraftvoller Begleiter; hol mal Atem. Dann wird es spürbar: der „Tag Christi Jesu“ ist jetzt, jeden Tag … und selbstverständlich auch am letzten Tag der Zeit.

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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