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KalenderBlatt 17. April 2020 – OsterFreitag

Ein biblisches Wort für heute, OsterFreitag, 17. April 2020:

Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler,
dass sie laufen und nicht matt werden,
dass sie wandeln und nicht müde werden.
Jesaja 40,31

Warten ist eine hohe Kunst. Nicht jedem Menschen ist sie in die Wiege gelegt. Viele erfahren sie als zermürbende Anstrengung. Wer wartet, steht in der Welt der Geschwindigkeiten immer „hintenan“. Jemand, den ich zum Warten verdonnere, mache ich zum „Loser“, Verlierer.

Warten ist eine hohe Kunst. Manchen Menschen ist sie in die Wiege gelegt. Die Kunst des Wartens weiß um den guten Moment. Solche Warte-Künstler strömen eine Ruhe aus, die auch Anderen eine Hilfe sein kann.

Jetzt sind es viele Menschen in unserer Corona-Gesellschaft leid, noch immer warten zu sollen; raus wollen sie; selbstbestimmt und freiheitsgewohnt. Die mahnenden Stimmen zu besonnener Langsamkeit drohen unterzugehen. Ungeduld ist ansteckend, duldet keine Warterei.

Warten ist eine hohe, biblische Kunst. Eine Kunst des Gottvertrauens. Eine Haltung. „Auf den Herrn harren“ ist eine höchst energische Glaubenshaltung. Im Gebet, mitten in einer wegreißend ungeduldigen Gesellschaft, suche ich das Gespräch mit dem, der etwas vom Leben weiß. „Harren“ ist Vertrauen. Hellwach. Feinsinnig. Es ist die innere Suche nach dem, was meinem Leben wirklich gut tut.

Es ist wichtig, manchmal lebenentscheidend, nicht immer los zu rasen; blind ins Alltagsgeschehen zu laufen: es soll wieder losgehen, wird schon nicht so schlecht sein.

Propheten wie Jesaja kannten sich aus in der Kunst des Wartens. Sie wussten, dass es Gottes Atem braucht, um die Luft zum Laufen zu bekommen.

In Gottes Gemeinschaft suchen Menschen ruhig und besonnen erst einmal nach einem gesunden Weg; fragen danach, ob dieser Weg auch für die Schwachen gangbar sein wird. Und dann spüren sie ihn: den Lebens-Odem, die Kraft, die adlergleich fliegen lässt.

Wenn wir jetzt ungeduldig wieder losstürmen wollen, wieder Beruf und Kultur, Vereine und Sport erfüllen wollen, werden wir gut beraten sein, auf die Weitsichtigen, die Besonnenen zu achten.

Der Löwenzahn auf unserem Bild hat die Kraft, durch den Asphalt zu wachsen, weil er die Lebenskraft Gottes machen lässt. Und dieser Gott findet einen Weg zum Blühen!

So wird es auch in unserem Leben sein: die Kunst des Wartens ist hoch aktiv und vertraut der Geistkraft, die wir „Gott“ nennen. Diese Geistkraft lebt in jedem Menschen. Vertrauen ist eine Lebenskraft, die gemeinschaftlich auf den richtigen Moment wartet.

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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