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KalenderBlatt 3. Juni 2020

Die biblische Losung für heute, Pfingst-Mittwoch, 03. Juni 2020:

Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.
Psalm 34,16

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden;
klopfet an, so wird euch aufgetan.
Matthäus 7,7

Manchmal beschleicht mich beim Lesen biblischer Texte ein mulmiges Gefühl. Was ist das für ein Buch? Spüren wir, dass hier glasklare Sprache, völlig eindeutige Gedanken und aufwühlende Aufforderungen formuliert sind? Die Bibel gibt einem Lebensgefüge eine Sprache, die erschreckend oft unserem gewohnten Alltag schlicht widerspricht. Unser Glaubensbuch ermutigt zu einem anderen Leben!

Mein mulmiges Lese-Gefühl entsteht außerdem mit der Frage: Können die Erwartungen, die da geweckt werden, auch erlebt werden? Wer erfüllt die geförderten Wünsche, Hoffnungen?

Dr. Martin Luther King junior

Seit einer Woche explodiert die frustrierte Wut der Schwarzen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit dem täglichen Rassismus! Es reicht! Menschenrechte sind keine wohlfeile Politik-Wortmeldung, sondern ein Versprechen für erlebbares Miteinander!

Sehen Gottes Augen? Hören Seine Ohren? Wann öffnet Er die Türen zu einem schmerzlich erbetenen Leben in gegenseitiger Würde?

Die Bibel beschreibt in uralten archaischen Erzählungen den mühsamen, aber gangbaren Weg zu Respekt, Barmherzigkeit und Frieden. Gott führte Sein Volk aus der Sklaverei heraus in die Freiheit; Gott half den Seinen, mit 10 Lebens-Regeln das Miteinander zu gestalten; Gott kam selbst auf Erden, um als Mensch der Sehnsucht nach Gerechtigkeit einen Weg zu ebnen. Ein Leben in Gottes Gemeinschaft ist HIER und JETZT erlebbar. „Klopft an, so wird euch aufgetan!“

Der tägliche „kleine“ Rassismus geschieht überall dort, wo wir unsere Türen zuschlagen, einfach nicht mehr hinhören, Herz und Sinne verschließen. Und wenn dann noch auf Menschen voller unerfüllter Hoffnungen draufgeschlagen wird, entsteht die Gefahr zu Gewalttätigkeiten.

Unsere Bibel macht mir ein mulmiges Gefühl, weil ich spüre: Gottes Wort will mich aus meiner gemütlichen Behäbigkeit aufrütteln. Nimm Stellung. Nimm Haltung an. Nimm Dein Herz und lass es Laut geben. Spitz Deine Ohren, öffne Deine Augen, sperr Deine Türen auf. Es war immer schon so: Unser Leben für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung geschieht niemals durch ein Zauberwörtchen Gottes, sondern durch unsere Augen, Ohren, Hände, Herzen und Sinne im Geiste Jesu Christi. Hier. Heute.

Deshalb will ich nicht staunend, erstarrt in die Staaten schauen. Hier bei uns können wir viele Schritte tun, der GeistKraft unseres Gottes Raum zu bereiten. Dann werden Menschen aufmerken. Dann wird „Kirche“ lebendig sein.

Gottes begleitenden Segen wünscht Ihr Pfr. Dietrich Tiggemann … bis morgen …

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