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Fledermäuse willkommen! – neue Quartiere am Gemeindezentrum

Die meisten Fledermausarten leben als „Untermieter“ in Gebäuden: Große, ruhige Dachböden dienen Kolonien als Wochenstuben, während kleinere Arten Spalten und Hohlräume hinter Fassadenverkleidungen oder Fensterläden bewohnen. Im Sommer ziehen die Weibchen hier ihre Jungen groß, Ende des Sommers locken die Männchen die Weibchen zu Paarungsquartieren.

Doch moderne Bauweisen machen den Fledermäusen das Leben schwer: Spaltenreiche Holzverschalungen werden durch glatte Wärmedämmungen ersetzt, Dachböden sind oft hermetisch abgeschlossen. Der natürliche Wohnraum wird knapp – alle bei uns heimischen Arten gelten als gefährdet.

Um dem entgegenzuwirken, hat der Umwelt-Ausschuss vor zwei Jahren eine Nistkastenaktion gestartet. Am Ostgiebel des Gemeindezentrums hängt nun ein großer Holzkasten für Fledermäuse, und im Park wurden zahlreiche weitere Kästen an Bäumen angebracht, die Quartiere für Baum- und Spaltenbewohner bieten.

Für dieses Engagement wurde der Gemeinde St. Thomas die Plakette „Fledermäuse willkommen“ verliehen – als Anerkennung für den Schutz und die Förderung der bedrohten Arten. Jetzt heißt es nur noch: warten, bis die neuen Bewohner einziehen.

Im Sommer, wenn die Jungen flügge werden, steigen die Chancen, dass neue Quartiere entdeckt werden. Fledermausjungen nutzen Ultraschall, um geeignete Spalten in glatten Wänden zu erspähen. Je nach Bestand der Fledermauspopulation in der Umgebung kann es jedoch unterschiedlich lange dauern, bis die Kästen bezogen werden.

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